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Krankenversicherung

Beihilfeänderung - 20.01.2021

Beihilfeänderungen in Baden-Württemberg zum 01.11.2020: Heilfürsorge für Justizvollzugsbeamte möglich

Für Beamte im Justiz-/Abschiebungshaftvollzug des Landes Baden-Württemberg galt bislang das System der Beihilfe. Zum 01.11.2020 wurde für sie und neue Beamte nun ein Wahlrecht zwischen unentgeltlicher Heilfürsorge und Beihilfe eingerichtet. Für Beamte, die bereits Beihilfe bekommen, gibt es eine Übergangsregelung: Vom 01.11.2020 bis 31.01.2021 können sie mit Wirkung zum 01.03.2021 unwiderruflich in die Heilfürsorge wechseln.

 

Unwiderrufliche Wahlmöglichkeit für Beamte im Justiz-/Abschiebungshaftvollzug 

1. Beihilfe + beihilfekonforme PKV 2. Freie Heilfürsorge

Für Verbeamtungen ab dem 01.01.2013 beträgt die Beihilfe 50 % der Aufwendungen für den Beihilfeberechtigten sowie den Ehegatten und für Kinder 80 %. Den Rest muss der Beihilfeberechtige über eine beihilfekonforme PKV absichern.

Die Heilfürsorge erbringt eine 100 %-ige Kostenübernahme der erstattungsfähigen Aufwendungen. Sie wird nur dem Beamten gewährt. Berücksichtigungsfähige Angehörige erhalten Beihilfe. 

Im Rentenalter beträgt der Beihilfeanspruch 50 %.  

 

Die Heilfürsorge endet mit Beginn des Ruhestands und wird dann durch die Beihilfe ersetzt. Daher sollte unbedingt eine Anwartschaft abgeschlossen werden.

Für die Beihilfe wird kein Beitrag erhoben. Der Beitrag für die ergänzende PKV ist abhängig vom Leistungsumfang, Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Eine Beitragsrückerstattung aus den PKV-Tarifen ist unter bestimmten Voraussetzung möglich.

Für die Heilfürsorge wird kein Beitrag erhoben. Der Beitrag der Anwartschaft ist abhängig vom Leistungsumfang des Zieltarifs, Eintrittsalter und Gesundheitszustand.

Der Beamte erhält Leistungen gemäß der Beihilfeverordnung plus der Restkostenerstattung aus dem beihilfekonformen PKV-Schutz mit lebenslanger Leistungsgarantie. 

Die Leistungen der Heilfürsorge ähneln den GKV-Leistungen. Für individuell gewünschte Leistungserweiterungen sind private Ergänzungen z. B. Zahntarife erforderlich. 

 

Entscheiden sich Ihre Neu- oder Bestandskunden für die Heilfürsorge, ist eine Anwartschaft wichtig! 

Denn mit Eintritt in den Ruhestand endet die freie Heilfürsorge. Ihr Kunde bekommt dann Beihilfe. Den verbleibenden Teil von 50 % muss er also über eine beihilfekonforme PKV absichern.

Die Vorteile einer Anwartschaft: 

  • Die Gesundheitsprüfung erfolgt zu Beginn der Anwartschaft. Der Gesundheitszustand wird auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Anwartschaft festgeschrieben. Verschlechterungen des Gesundheitszustands, die während der Anwartschaft eintreten, sind versichert.  
  • Zusätzlich zum „Einfrieren“ des Gesundheitszustands garantiert die große Anwartschaft auch das „junge Eintrittsalter“. So legt man für den späteren Abschluss der 50 %-igen Krankenversicherung das Eintrittsalter zum Beginn der Anwartschaft zugrunde. Aufgrund des „konservierten“ Eintrittsalters zahlen Ihre Kunden später nicht den höheren Beitrag, der sich durch das höhere Eintrittsalter ergeben würde. 

Empfehlen Sie Neukunden den Abschluss einer großen Anwartschaft

Bestandskunden können eine bestehende Restkostenversicherung in eine Anwartschaft umstellen. 

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