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Krankenversicherung

Bestandsaktion BEG Bescheinigung - 17.01.2020

Meldung der KV-Beiträge an die Finanzbehörde (BEG-Bescheinigung)

 

Ihre Bestandskunden erhalten Anfang Februar 2020 die Dokumentation der gemäß dem Bürgerentlastungsgesetz an die Finanzbehörde übermittelten Daten.

Für welche Personen werden welche Daten aus 2019 gemeldet?

Ab dem 17.01.2020 melden wir die für 2019 steuerlich berücksichtigungsfähigen gezahlten und die ggf. von uns erstatteten Beiträge per Datensatz an die Deutsche Rentenversicherung Bund. Die Datenübermittlung erfolgt für Personen

  • mit substitutiven Krankheitskostenvoll- bzw. Restkostenversicherungstarifen oder
  • die eine Pflegepflichtversicherung nach den Tarifen PVN
    bzw. PVB versichert haben oder
  • die nach den Auslandstarifen CALA, CALS (bzw. CAA, CAS)
    versichert sind oder
  • die mindestens einen substitutiven Krankheitskosten- bzw. Restkostenversicherungstarif als Anwartschaftsversicherung führen.

Muster Kundenanschreiben BEG-Meldung

 

Welche Beiträge zur Kranken-/ Pflegeversicherung sind steuerlich abzugsfähig?

Folgende Beiträge zur privaten Kranken-/Pflegepflichtversicherung sind als Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen abzugsfähig:

  • Beiträge zur Krankheitskostenvollversicherung sind zu 100 % abzugsfähig, wenn es sich um reine Basisleistungen ohne Mehrleistungen (wie z. B. Heilpraktikerleistungen, stationäre Wahlleistungen, Mehrleistungen Zahnersatzleistungen, Implantate, Kieferorthopädie oder Tagegelder) handelt. Im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes kann der Beitrag für den Beitragsentlastungsbaustein BE im gleichen Umfang wie der Grundtarif (z. B. Krankheitskostenvollversicherungstarif COMFORT) von der Steuer abgesetzt werden.
  • Beiträge zur Krankheitskostenvoll-/Restkostenversicherung, die sowohl Basis- als auch Mehrleistungen beinhalten, sind z. T. absetzbar.
  • Beiträge zur privaten Pflegepflichtversicherung sind zu 100 % absetzbar.

Liegen diese Aufwendungen für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung unterhalb der gesetzlichen Höchstbeiträge für Vorsorgebeiträge, können als sonstige Vorsorgeaufwendungen auch Beiträge zu privaten Krankenversicherungstarifen steuerlich abgesetzt werden, welche ausschließlich Mehrleistungen vorsehen, wie z. B. stationäre Wahlleistungen nach dem Tarif SP2. Auch diese Beitragsanteile werden in der Bescheinigung mit angegeben. Zur Vereinfachung für den Kunden sind außerdem die entsprechenden Zeilen für den Eintrag in der Anlage „Vorsorgeaufwand“ oder „Kind“ im Rahmen der Einkommensteuererklärung genannt.

 

Wie wird der abzugsfähige Beitragsanteil ermittelt?

Die Ermittlung der abzugsfähigen Beitragsanteile einer Krankheitskostenvoll- bzw. Restkostenversicherung erfolgt nach den Vorschriften der eigens hierfür erlassenen Rechtsverordnung des Bundes Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung - KVBEVO). Nach dieser Verordnung sind die Leistungen eines jeden Tarifs nach einem Punktesystem in Basisleistungen und Mehrleistungen aufzugliedern. Anschließend müssen die Mehrleistungen durch die Summe von Basisleistungen und Mehrleistungen dividiert werden. Daraus ergibt sich ein Abschlagsfaktor. Multipliziert man den Zahlbeitrag (einschließlich des Beitrages für eine Beitragsermäßigung im Alter) mit diesem Abschlagsfaktor, ergibt sich der vom Zahlbeitrag abzuziehende Beitragsanteil. Die beiliegende Aufstellung gibt Ihnen einen Überblick über die Abschlagsfaktoren der einzelnen Tarife.

 

Wird eine Beitragsrückerstattung oder eine Pauschalleistung auch gemeldet?

Ja, eine Beitragsrückerstattung oder eine Pauschalleistung wird der Behörde als erstatteter Beitrag ebenfalls mit dem Datensatz gemeldet. Dabei zählt das steuerliche Zufluss-/Abflussprinzip, d. h. in der Meldung für 2019 werden die im April bzw. August 2019 ausgezahlten Beträge berücksichtigt, obwohl es sich dabei um die Pauschalleistung bzw. Beitragsrückerstattung des Geschäftsjahres 2018 handelt. Selbstverständlich greift auch hier der für die Beiträge zugrunde gelegte Abschlagsfaktor.

 

 

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