Aktuelles zum Thema Corona-Krise

Optionen bei Zahlungsschwierigkeiten in der Lebensversicherung

- Stand der Informationen: 27.08.2020 -

Für alle nachfolgenden Regelungen für Ihre Kunden gilt:
Über alle kundenbezogenen Unterstützungsmaßnahmen wird immer nach einer Prüfung im Einzelfall entschieden. Wir beobachten ständig die weiteren Entwicklungen und insbesondere ein Tätigwerden des Gesetzgebers. Falls wir hieraus Handlungsbedarf bei unseren Unterstützungsmaßnahmen erkennen, werden wir diese ggf. anpassen bzw. ändern.

Wichtig:
Im Falle einer Ausweitung der Epidemie und sich daraus ergebender neuer Erkenntnisse werden diese Informationen laufend angepasst. Bitte informieren Sie sich daher regelmäßig über eventuelle Aktualisierungen.

Bitte beachten Sie: In Einzelfällen kann es abweichende Regelungen zu den beschriebenen Optionen geben, die sich aus den jeweiligen Tarifbedingungen ergeben!

Insbesondere für Verträge der betrieblichen Altersversorgung können besondere und individuelle Vereinbarungen gelten, die sich aus steuer- und arbeitsrechtlichen Gegebenheiten, Tarifverträgen, Versorgungszusagen oder Betriebsvereinbarungen ergeben.

Auch bei Basisrenten und Riester-Verträgen gibt es Besonderheiten zu beachten wegen der steuerlichen Absetzbarkeit von Beiträgen oder Voraussetzungen für den Erhalt von Zulagen.

Neben den nachfolgend aufgeführten bedingungsgemäß vorgesehenen Möglichkeiten für den Umgang mit Zahlungsschwierigkeiten hatten wir für akute Zahlungsengpässe in der Corona-Krise - zeitweise, bis auf Widerruf - eine Sonderlösung angeboten: Eine befristete Beitragsaussetzung (bBA) für bis zu sechs Monate.

Betroffene Kunden mit LV-Produkten von Continentale und EUROPA, als auch in der Betrieblichen Altersversorgung konnten das Angebot ab März nutzen.

  • Diese Sonderlösung zur befristeten Beitragsaussetzung (bBA) bieten wir ab dem 27.08.2020 nicht mehr an.

Kunden die unsere Sonderlösung bereits genutzt haben, erhalten ihre zugesagte Beitragsaussetzung, wie mit uns vereinbart.

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Beitragsstundung

Eine Beitragsstundung ist bis zu sechs Monate zinslos möglich. Der Versicherungsschutz bleibt für die Dauer der Stundung erhalten. Voraussetzung für eine Beitragsstundung ist, dass die Beiträge in den vorhergehenden 12 Monaten vertragsgemäß geleistet wurden und nach Ablauf der Stundung die verbleibende Beitragszahlungsdauer des Vertrages noch mindestens ein Jahr beträgt.

Zum Ende der gewünschten Beitragsstundung gibt es folgende Optionen:

  • Nachzahlung gestundeter Beiträge vom Kunden
    Die Nachzahlung kann in einer Summe oder ratierlich und zinslos über bis zu 24 Monate erfolgen.
  • Nachzahlung gestundeter Beiträge durch Verrechnung
    Die Nachzahlung kann durch Verrechnung mit einem vorhandenen Vertragsguthaben, angesammeltem Überschussguthaben oder Deckungskapital (bei biometrischen Produkten) erfolgen.
  • Nichtzahlung gestundeter Beiträge und/oder Beitragsfreistellung
    Sollte keine Nachzahlung der gestundeten Beiträge erfolgen und auch keine Inanspruchnahme der Verrechnungsmöglichkeit möglich sein, zum Beispiel wegen eines zu geringem vorhandenem Guthaben, kann der Versicherungsschutz reduziert werden. Bei einer zusätzlichen Nichtweiterzahlung der laufenden Beiträge kommt es zu einer Beitragsfreistellung des Vertrages.

Hinweis:

Im Rahmen der Vereinbarung einer Beitragsstundung erfolgt zunächst keine Provisionsrückbelastung. Sollten gestundete Beiträge nach der Stundungsfrist nicht ausgeglichen werden, kann es bei Reduzierungen der vergütungsrelevanten Beitragssumme ggf. zu Provisionsrückbelastungen kommen.

 

Beitragspause

Eine Beitragspause ist bis zu sechs Monate möglich. Der Versicherungsschutz besteht für diese Zeit nicht. Voraussetzung für eine Beitragspause ist, dass die Beiträge in den vorhergehenden 12 Monaten vertragsgemäß geleistet wurden. Nach Ablauf der Frist für die Beitragspause leben die Beitragszahlungspflicht und der Versicherungsschutz ohne erneute Risikoprüfung wieder auf.

Hinweis:

Bei einer Beitragspause erfolgt eine Provisionsrückbelastung, sofern der Vertrag sich noch in einer Stornohaftzeit befindet und sich die vergütungsrelevante Beitragssumme reduziert.

 

Beitragsreduktion (Herabsetzung des Beitrags)

Die Höhe des zu zahlenden Beitrags kann herabgesetzt werden. Durch die Herabsetzung des Beitrags verringern sich die versicherten Leistungen nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik.

Eine Wiederanhebung nach Herabsetzung des Beitrags im Rahmen der bedingungsgemäßen Regelungen ist möglich.

Hinweis:

Bei Beitragsreduktion erfolgt eine Provisionsrückbelastung, sofern der Vertrag sich noch in der Stornohaftzeit befindet und sich die vergütungsrelevante Beitragssumme reduziert.

 

Vorzeitige Beitragsfreistellung (befristet und unbefristet)

Die Beitragsfreistellung eines Vertrags ist dann möglich, wenn beispielsweise die beitragsfreie Mindestrente erreicht wird. Bei Beitragsfreistellung erfolgt ein Abzug in Höhe von i.d.R. 60 Euro. Eine befristete Beitragsfreistellung kann für maximal 36 Monate vereinbart werden.

Eine Wiederinkraftsetzung nach vorzeitiger Beitragsfreistellung ist im Rahmen der bedingungsgemäßen Regelungen möglich.

Hinweis:

Bei vorzeitiger Beitragsfreistellung erfolgt eine Provisionsrückbelastung, sofern der Vertrag sich noch in der Stornohaftzeit befindet und sich die vergütungsrelevante Beitragssumme reduziert.